#WordPress Wartungsmodus aktivieren und deaktivieren – so geht’s!

Du willst Änderungen an deiner WordPress Website vornehmen und verhindern, dass deine Nutzer eine unfertige Website sehen? Dann ist hier deine Lösung: Der WordPress Wartungsmodus. Was das ist, warum er die Lösung für dein Problem ist, wie du ihn bei WordPress aktivieren und deaktivieren kannst, erfährst du alles hier. Also einfach weiterlesen!

Was ist der Wartungsmodus bei WordPress?

Normalerweise kannst du Anpassungen an deiner WordPress Seite vornehmen, ohne sie in den Wartungsmodus versetzen zu müssen. Das gilt für kleinere Optimierungen, das Veröffentlichen neuer Inhalte wie Seiten und Artikel sowie das Aktualisieren von Themen oder Plugins.

Möchtest du jedoch größere Veränderungen an deiner Website vornehmen oder einen längeren Zeitraum ungestört an deiner WordPress Website arbeiten, empfiehlt sich die Aktivierung des Wartungsmodus. Mit dem WordPress Wartungsmodus kannst du an deiner Seite live arbeiten, ohne sie offline nehmen zu müssen.

Wenn du den WordPress Wartungsmodus aktivierst, kannst du eine Informationsseite als temporäre Startseite erstellen: Die Wartungsseite. Diese informiert die Besucher deiner Website darüber, dass gerade daran gearbeitet wird und sie bitte zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal vorbeischauen.

Am besten gibst du hier direkt auch eine grobe Zeitangabe, wie lange deine Seite ungefähr nicht zu erreichen sein wird.

Nach den Wartungsarbeiten deaktivierst du den Wartungsmodus einfach wieder.

Warum sollte ich den Wartungsmodus bei WordPress benutzen?

Ganz einfach: Aus Nutzerfreundlichkeit. Arbeitest du an deiner Website und versetzt sie nicht in den Wartungsmodus kann es sein, dass deine Seite nicht richtig funktioniert, Inhalte fehlen oder nicht korrekt angezeigt werden.

Wissen die Besucher deiner Seite nicht, dass gerade eine Wartung läuft oder die Seite bearbeitet wird, denken sie vielleicht, die Seite sei schlecht programmiert oder gehacked worden. Das kannst du vermeiden, indem du sie mit einer Wartungsseite über den aktuellen Status informierst.

Anhand dessen können deine Besucher sehen, dass gerade an deiner Seite gearbeitet oder ein Update durchgeführt wird.

Wie kann ich den WordPress Wartungsmodus aktivieren?

Kommen wir zur Praxis. Der Schlüssel zum WordPress Wartungsmodus liegt wie so oft einem Plugin. Es gibt verschiedene Plugins, die dir ermöglichen, den Wartungsmodus zu aktivieren und so eine Wartungsseite zu platzieren.

Als Beispiel soll nun das Plugin “WordPress Maintenance Mode” dienen. In zwei einfachen Schritten erklären wir dir beispielhaft deinen Weg bis zum Wartungsmodus.

1. Plugin installieren und aktivieren

Suche, lade und installiere das Plugin „WP Maintenance Mode“ auf dem üblichen Weg über den Reiter “Plugins” in deinem WordPress Dashboard. Über “Plugins”, “Einstellungen” und “WP Maintenance Mode” gelangst du zu den Einstellungen des Plugins.

Auf der ersten Seite hast du direkt die Möglichkeit den maintenance mode zu aktivieren. Ändere dazu den Status “Aktiviert” und schon befindet sich deine Website im Wartungsmodus und eine Wartungsseite wird geschaltet.

2. Design des Wartungsmodus festlegen

In der Einstellungsmaske für das Plugin „WP Maintenance Mode“ kannst du noch weitere Modifikationen und Einstellungen für deine Wartungsseite festlegen. Hier kannst du einen individuellen Text erstellen und so die Besucher deiner Seite über den aktuellen Status informieren. Wenn du möchtest kannst du hier auch nach einiger Zeit Updates einfügen, wie der aktuelle Status der Wartung aussieht.

Du kannst auch ein ansprechendes Hintergrundbild hochladen, um optisch etwas Cooles zu bieten oder auch schlicht eine kleine Vorschau deiner neuen Website zeigen. Unter “Module” kannst du zudem einen Countdown hinzufügen, der den Besuchern deiner Seite anzeigt, wie lange sie noch auf deine digitale Präsenz verzichten müssen.

Wie kann ich den WordPress Wartungsmodus deaktivieren?

Wichtig: Vergesse nicht, den WordPress Wartungsmodus nach getaner Arbeit wieder zu deaktivieren. Grundsätzlich kannst du den Wartungsmodus ganz einfach wieder über die Plugin Einstellungen ausschalten.

Wähle dafür statt dem Status “Aktiviert” den Modus “Inaktiv” und schon sollte deine Seite wieder ohne Einschränkungen funktionieren. Manchmal gibt es dabei jedoch Probleme.

Mit welchem Trick du den WordPress Wartungsmodus dann trotzdem deaktivierst, zeigen wir dir jetzt in 3 Schritten:

1. Greife über FTP auf deinen Server zu

Logge dich in dein FTP-Tool ein und navigiere in der Ordnerstruktur zum Hauptordner deiner WordPress Installation.  Hier liegen die Dateien wp-content, wp-admin und alle anderen wichtigen Dateien.

2. Lass dir versteckte Dateien anzeigen

Versteckte Dateien erkennst du daran, dass sie einen Punkt vor dem Dateinamen haben. Um sie dir anzeigen zu lassen, musst du das bei deinem FTP-Tool einstellen. Das funktioniert je nach Tool leicht unterschiedlich. Die entscheidende Datei „Maintenance“ ist standardmäßig versteckt.

Um bei Filezilla eine versteckte Datei anzeigen zu lassen, wählst du in der Menüleiste den Punkt  „Server“ und dann den „Anzeigen versteckter Dateien erzwingen“ an. In Cyberduck kannst du die versteckten Dateien anzeigen lassen, indem du im Menü den Punkt „Darstellung“ wählst und anschließend „Versteckte Dateien anzeigen“.

Bei beiden Tools wird diese Einstellung gespeichert und beibehalten.

3. Lösche die Datei “.maintenance”

Das ist so simpel wie es klingt. Rechtsklick, Datei löschen, fertig.

Tipp: WordPress Wartungsmodus ohne Plugin aktivieren

Verzichtest du lieber auf ein Plugin, gibt es für dich auch die Möglichkeit manuell den WordPress Wartungsmodus zu aktivieren. Hierbei brauchst du kein Plugin zu installieren, da du den WordPress-Wartungsmodus per PHP-Code aktivierst. Dafür gibt es zwei Wege – Beide Wege bekommst du hier kurz erklärt:

1. WordPress-Wartungsmodus über eine Maintenance-Datei aktivieren

Die Datei, die das Plugin für dich erstellt, kannst du auch einfach selbst erstellen. Gehe dafür in dein Root-Verzeichnis von WordPress und erstelle eine Datei mit dem Namen “.maintenance”. In diese Datei fügst du den folgenden Code ein.

<?php $upgrading = time(); ?>

Um den Wartungsmodus dann wieder auszuschalten, musst du die Datei wieder löschen.

2. WordPress-Wartungsmodus über die functions.php aktivieren

Die zweite Möglichkeit führt dich zur Datei “functions.php”. In dieser Datei kannst du dein WordPress-Projekt um Funktionen und Features erweitern. Um den Wartungsmodus hinzuzufügen, erweitere den Code um folgende Zeilen:

Um deine Seite hier um einen Informationstext und ein Bild zu erweitern, passe den Code wie folgt an:

<?php

function maintenace_mode() {

if ( !current_user_can( ‚administrator‘ ) ) {

wp_die(‚Maintenance.‘);

}

}

add_action(‚get_header‘, ‚maintenace_mode‘);

?>

Um deine Seite hier um einen Informationstext und ein Bild zu erweitern, passe den Code wie folgt an:

function kb_wartungsmodus() {

if ( !current_user_can( ‚edit_themes‘ ) || !is_user_logged_in() ) {

wp_die(‚

<h1>Wir aktualisieren unsere Website</h1>

<p>Im Moment arbeiten wir an dieser Website. Bitte schauen Sie in Kürze noch einmal vorbei.</p> ‚, ‚Website im Wartungsmodus‘);

}}

add_action(‚get_header‘, ‚kb_wartungsmodus‘);

Unser Fazit zum WordPress-Wartungsmodus

Mit richtiger Kommunikation kann man sehr viel erreichen. Arbeitest du an deiner Website, informiere deine Besucher darüber und lass sie nicht unwissend auf einer unfertigen Seite rumsurfen. Das wird deinem Image gut tun und ist auch unter dem Aufwand-Ertrags-Blickwinkel ein absolutes Must-Do für deine WordPress Seite.

Nach diesem Artikel kannst du einfach den WordPress Wartungsmodus aktivieren und deaktivieren und die Besucher wissen in Zukunft bescheid, wenn du gerade z.B. dein Theme bearbeitest.

Wie können wir dir helfen?

Du hast noch weitere Fragen zum Wartungsmodus von WordPress oder benötigst unsere Unterstützung im Bereich WordPress? Dann bist du bei Digital Leap genau richtig. Als WordPress Agentur sind wir Experten im Bereich der WordPress Programmierung und bieten unsere Dienstleistungen sowohl für Endkunden, als auch Kreativ-Agenturen und Designer an. Schreibe uns einfach eine E-Mail oder ruf uns doch einfach an. Wir freuen uns auf dich.

Übrigens: falls du weitere Beiträge zum Thema WordPress lesen möchtest (bspw. wie man WordPress Themes installiert oder wie man den WordPress SVG upload erlaubt), klicke dich durch unseren Blog. In unserem Blog findest du informative Beiträge, damit du deine Website eigenständig bearbeiten kannst.