Aktuelle WordPress Version herausfinden und aktualisieren: Was du über jedes Major Release wissen musst
Welche WordPress Version läuft auf deiner Seite? Wenn du jetzt überlegen musst – lies weiter.
Die Versionsnummer klingt nach einem technischen Detail, das niemanden interessiert. Ist es aber nicht. Deine WordPress-Version entscheidet darüber, welche Funktionen du nutzen kannst. Welche Sicherheitslücken geschlossen sind. Ob deine Plugins und Themes kompatibel laufen. Und ob du ein Ziel für Hacker bist.
In diesem Artikel schauen wir uns an, wie du deine WordPress-Version herausfinden kannst, was die wichtigsten Releases gebracht haben, warum regelmäßige Updates Pflicht sind – und wie du sicher auf die neueste WordPress Version aktualisierst. Kurz, knapp, alles drin.
So kannst du deine WordPress Version herausfinden
Mehrere Wege. Alle einfach.
Im Dashboard: Logge dich ein. Unten rechts auf der Startseite des WordPress Dashboard steht die Versionsnummer. Klein, unauffällig, aber da. Alternativ: Klicke im Backend auf das WordPress-Logo oben links → „Über WordPress“. Dort siehst du die aktuelle Version mit allen Details.
Im Frontend per Quelltext: Öffne deine WordPress Seite im Browser. Klicke mit der rechten Maustaste auf die Seite und wähle „Seitenquelltext anzeigen“. Suche nach
Per Datei: Die Datei wp-includes/version.php auf deinem Server enthält die Variable $wp_version. Per FTP öffnen, Zahl ablesen, fertig. WordPress Version herausfinden ist also kein Geheimwissen. Drei Wege, alle in unter einer Minute.
Warum ist es wichtig, die aktuelle WordPress Version zu nutzen und Updates auf die neueste WordPress Version durchzuführen?
Weil jede ältere Version ein Risiko ist.
WordPress ist das populärste Content-Management-System der Welt. Das macht es zum Ziel Nummer eins für Angriffe. Sicherheitslücken in älteren Versionen sind öffentlich dokumentiert. Hacker kennen sie. Automatisierte Bots scannen das Internet nach Seiten, die veraltete Versionen nutzen. Wenn deine Seite dazugehört, bist du ein leichtes Ziel.
Jedes Release schließt bekannte Schwachstellen. Dazu kommen neue Funktionen, Performance-Verbesserungen und Fehlerbehebungen. Die aktuelle WordPress Version ist immer die sicherste und stabilste Version von WordPress. Keine Ausnahme. Wer eine ältere Version nutzt, verzichtet bewusst auf Schutz. Das ist keine Übertreibung – das ist Realität.
Wie hat sich das CMS WordPress über die Jahre entwickelt?
Ein kurzer Blick zurück.
2001 entwickelte Michel Valdrighi ein in PHP geschriebenes Blogging-Tool namens b2/cafelog. 2003 übernahmen Matt Mullenweg und Mike Little das Projekt als Nachfolger von b2 – und WordPress war geboren. Die ersten Versionen waren reine Blog-Software. Schlicht, funktional, nicht mehr.
Ab WordPress 3.7 kam ein Meilenstein: automatische Updates. Seit Version 3.7 bis 4.0 und darüber hinaus aktualisiert sich WordPress standardmässig selbst – zumindest für kleinere Releases. Sicherheits-Patches werden automatisch eingespielt. Das hat die Sicherheitslage massiv verbessert.
Version 4.9 brachte Verbesserungen am Customizer und Code-Editor. Dann kam der große Umbruch: WordPress 5.0 führte den Gutenberg-Editor ein. Damit erhielt WordPress einen komplett neuen Block-Editor, der die Erstellung von Inhalten revolutionierte. Statt eines simplen Textfeldes: Blöcke für alles. Absätze, Bilder, Listen, Spalten – jeder Inhalt ist ein Block. Das war die größte Veränderung seit Jahren und wurde von der WordPress-Community kontrovers diskutiert.
Was hat sich seit WordPress 5.0 und dem Gutenberg Editor verändert?
Viel. Der Block-Editor war erst der Anfang.
Seit Version 5.0 wurde Gutenberg mit jedem Release weiterentwickelt. Neue Block-Typen, bessere Performance, Verbesserungen im Block-Editor – mit jedem Update wurde der Editor mächtiger. WordPress 6.0 brachte Full Site Editing – die Möglichkeit, nicht nur Inhalte, sondern auch Header, Footer und Templates per Block zu gestalten. Informationen zu Gutenberg und seinem Entwicklungsstand findest du auf WordPress.org.
WordPress 6.1 ging noch weiter. Mehr Template-Optionen, flüssigere Typografie, bessere Navigation im Editor. Jedes Major Release seitdem hat den Editors Funktionsumfang erweitert. Die Entwicklung von WordPress zielt klar darauf ab, dass du irgendwann alles – wirklich alles – per Block-Editor machen kannst. Ohne Theme-Builder, ohne Page-Builder-Plugins. Alles nativ.
Wurde WordPress dadurch besser? Für die meisten ja. Der Block-Editor ist heute meilenweit entfernt von der holprigen Version 5.0. WordPress bringt mit jedem Update neue Funktionen, die das CMS leistungsfähiger machen. Wer eine aktuelle Version nutzt, profitiert davon. Wer bei einer alten feststeckt, verpasst alles.
Was ist der Unterschied zwischen Major und Minor Releases?
WordPress nummeriert seine Versionen nach einem klaren Schema.
Hauptversionen – Major Releases – haben Nummern wie 5.0, 6.0, 6.1. Sie bringen neue Funktionen, große Änderungen am Editor, neue APIs. Ein Major Release erscheint typischerweise zwei bis drei Mal pro Jahr. WordPress 6.0.3 zum Beispiel war kein Major Release, sondern ein Minor Release – eine Zwischenversion mit Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen.
Minor Releases (z.B. 6.1.1, 6.1.2) enthalten keine neuen Features. Nur Fixes. Sicherheitslücken schließen, Bugs beheben, Stabilität verbessern. Diese Versionen enthalten also die gleiche Funktionalität, nur sicherer. Und sie werden automatisch installiert – seit WordPress 3.7 macht das System das von allein. Du musst nichts tun. Das passiert im Hintergrund.
Für dich heißt das: Major Releases bewusst installieren und vorher testen. Minor Releases laufen automatisch. Beides wichtig. Beides Pflicht.
Wie aktualisierst du WordPress sicher auf die aktuelle Version?
Nicht einfach blind auf „Update“ klicken. Zumindest nicht bei Major Releases.
Schritt eins: Backup. Datenbank und Dateien sichern. Immer. Bevor du irgendetwas aktualisierst. Wenn beim Update etwas schiefgeht, willst du zurückkönnen. Manche Hoster machen automatische Backups – prüfe das. Lieber doppelt sichern als einmal zu wenig.
Schritt zwei: Prüfen, ob Plugins und Themes kompatibel sind. Die meisten Entwickler aktualisieren ihre Erweiterungen kurz nach einem neuen WordPress Release. Wenn ein wichtiges Plugin noch nicht kompatibel ist, warte ein paar Tage. Lieber eine Woche hinterher als eine kaputte Seite.
Schritt drei: Klicke im Dashboard auf Updates. Dort siehst du die neue WordPress-Version und kannst sie mit einem Klick installieren. WordPress führt das Update durch, aktualisiert die Datenbank und zeigt dir die „Was ist neu“-Seite. Fertig. Wenn du deine WordPress Version aktualisierst, dauert das selten länger als eine Minute. Dass das Update sauber läuft, solltest du danach kurz testen – Startseite laden, ein paar Unterseiten aufrufen, im Backend klicken. Alles okay? Dann weiter.
Kann man die WordPress-Version auch manuell aktualisieren?
Ja. Und manchmal muss man das.
Wenn das automatische Update fehlschlägt – weil der Server ein Timeout hat, Berechtigungen nicht stimmen oder etwas anderes schiefgeht – bleibt der manuelle Weg. Die neueste WordPress Version von WordPress.org herunterladen, entpacken, per FTP auf den Server hochladen. Dafür brauchst du Zugriff auf deinen Server. Falls du mit FTP noch nicht gearbeitet hast, findest du hier eine einfache Erklärung: Was ist FTP?
Dabei die vorhandenen Dateien überschreiben (außer wp-config.php und wp-content). Dann deinedomain.de/wp-admin aufrufen – WordPress erkennt die neue Version und aktualisiert die Datenbank.
Klingt aufwändiger als ein Klick. Ist es auch. Aber es funktioniert immer. Manuell installieren ist der Notfall-Weg. Für den Alltag reicht das Dashboard. Für Entwickler, die staging-Umgebungen nutzen, ist der manuelle Weg allerdings oft Standard – weil sie die vorherige Version erst testen, bevor sie auf dem Live-Server aktualisieren.
Solltest du die WordPress Seite automatisch aktualisieren lassen?
Für Minor Releases: Ja. Unbedingt. Das macht WordPress seit 3.7 von allein. Sicherheitspatches sollten so schnell wie möglich eingespielt werden. Keine Diskussion.
Für Major Releases wird’s abwägungssache. WordPress bietet seit einiger Zeit auch die Möglichkeit, Hauptversionen automatisch zu installieren. Im Dashboard unter Updates kannst du das aktivieren. Praktisch, wenn du dich nicht regelmäßig einloggst.
Aber: Bei einem Major Release können Dinge brechen. Ein Theme, das nicht kompatibel ist. Ein Plugin, das mit der neuen Version Probleme hat. Wenn du automatische Major Updates aktivierst und dann zwei Wochen nicht reinschaust, merkst du Probleme vielleicht zu spät. Für eine WordPress Website, die geschäftskritisch ist: Lieber manuell updaten und vorher testen. Für einen persönlichen Blog? Automatisch ist okay. WordPress bringt da eine gute Balance – du entscheidest, wie viel Kontrolle du willst.
Was tun, wenn nach einem Update etwas nicht funktioniert?
Passiert. Nicht oft, aber es passiert.
Erster Schritt: Ruhe bewahren. Zweiter Schritt: Prüfen, ob es am Theme oder an einem Plugin liegt. Die schnellste Diagnose: Alle Plugins deaktivieren und ein Standard-Theme aktivieren (Twenty Twenty-Four oder ähnlich). Wenn die Seite dann funktioniert, liegt’s an einem Plugin oder Theme. Plugins einzeln wieder aktivieren, bis du den Übeltäter findest. Nach Updates können außerdem alte Cache-Dateien dafür sorgen, dass du weiterhin eine fehlerhafte oder veraltete Version deiner Website siehst. Bevor du weiter suchst, lohnt sich deshalb ein kompletter Cache-Reset: WordPress Cache leeren.
Wenn das nicht hilft: Backup einspielen. Deshalb machst du eins. Die vorherige Version wiederherstellen, auf den Entwickler des problematischen Plugins warten, dann erneut versuchen. Im schlimmsten Fall: Support deines Hosters kontaktieren oder in den WordPress.org-Foren nachfragen. Die Community hilft in der Regel schnell. Ab dem 1. Tag nach einem neuen Release gibt es dort meistens schon Threads zu bekannten Problemen. Du bist nicht allein. Und regelmäßige Updates bleiben trotzdem Pflicht – auch wenn mal etwas hakt.
Welche WordPress Version solltest du nutzen?
Die aktuellste. Immer.
Es gibt keinen guten Grund, eine ältere Version zu nutzen. Keine „Stabilität“, die eine veraltete WordPress-Installation rechtfertigt. Die aktuelle WordPress-Version ist die sicherste, schnellste und funktionsreichste. Punkt.
Das Content-Management-System WordPress erstellt regelmäßig neue Releases. Jede neue WordPress-Version bringt Verbesserungen. Wer seinen neuesten Stand zu halten vernachlässigt, handelt fahrlässig – besonders wenn die WordPress Website Kundendaten verarbeitet oder geschäftlich genutzt wird. Version finden, prüfen, aktualisieren. Das ist der Dreiklang. Mach es dir zur Routine. Einmal im Monat reicht. Klicke auf Updates, schau ob alles aktuell ist, fertig. Fünf Minuten für die Sicherheit deiner Seite. Das ist es wert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Deine WordPress Version findest du im Dashboard, im Quelltext oder in der Datei version.php.
- Die aktuelle Version ist immer die sicherste – ältere Versionen haben bekannte Sicherheitslücken.
- Minor Releases (z.B. 6.1.1) werden automatisch installiert und enthalten Sicherheitspatches.
- Major Releases (z.B. 6.0, 6.1) bringen neue Funktionen und sollten bewusst eingespielt werden.
- Seit WordPress 5.0 ist der Gutenberg Block-Editor Standard – seitdem ständig weiterentwickelt.
- Vor jedem Update: Backup machen. Datenbank und Dateien.
- Plugins und Themes auf Kompatibilität prüfen, bevor du ein Major Release installierst.
- Manuelles Update per FTP ist der Notfall-Weg, wenn das Dashboard-Update fehlschlägt.
- Automatische Updates für Minor Releases immer aktiv lassen – für Major Releases je nach Bedarf.
- WordPress aktuell halten ist kein Nice-to-have. Es ist Pflicht. Jeden Monat kurz prüfen reicht.
Tharsan Parameswaran
Tharsan ist Mitgründer von Digital Leap. Der Hintergrund ist BWL, die Skills hat er sich selbst beigebracht – Programmieren, SEO, Google Ads. Seit knapp 10 Jahren selbstständig, heute liegt sein Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, bezahlter Werbung und dem kaufmännischen Rückgrat der Agentur. Er sorgt dafür, dass Websites nicht nur gefunden werden – sondern dass daraus echte Anfragen werden.
Von Tharsan Parameswaran
Am 11. Mai 2023
Thema #Einführung & Installation, #WordPress Grundlagen
Inhaltsverzeichnis
- So kannst du deine Wordpress Version herausfinden
- Wie hat sich das CMS WordPress über die Jahre entwickelt?
- Wie aktualisierst du WordPress sicher auf die aktuelle Version?
- Solltest du die WordPress Seite automatisch aktualisieren lassen?
- Welche WordPress Version solltest du nutzen?
- Das Wichtigste auf einen Blick