WordPress Theme deinstallieren und löschen – eine Schritt für Schritt Anleitung
Du hast ein Theme installiert. Ausprobiert. Nicht gefallen. Und jetzt? Liegt es rum. Inaktiv. Vergessen. Zusammen mit drei anderen Themes, die du mal getestet hast.
Das Problem: Jedes installierte Theme – ob aktiv oder nicht – liegt auf deinem Server. Es nimmt Speicherplatz ein. Es kann Sicherheitslücken enthalten. Und je mehr Themes du im Backend hast, desto unübersichtlicher wird es. Unbenutzte Themes sind digitaler Ballast.
Zeit, auszumisten. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du ein WordPress Theme löschen kannst – im Dashboard oder per FTP. Wann du es tun solltest, wann nicht, und was du vorher beachten musst. Themes einfach entfernen, sauber und ohne Rückstände. Los geht’s.
Wann du ein WordPress-Theme löschen solltest
Eigentlich immer, wenn du es nicht mehr brauchst.
Du hast ein Theme zum Testen installiert, dich aber für ein anderes entschieden? Lösche es. Du hast verschiedene Themes ausprobiert und bist bei deinem Favoriten gelandet? Lösche den Rest. Du hast ein Theme hinzugefügt hast, das du nie aktiviert hast? Lösche es. Die Gründe, aus denen du ein WordPress-Theme löschen solltest, sind simpel: Sicherheit und Ordnung.
Je mehr Themes auf deinem Server liegen, desto größer die Angriffsfläche. Inaktive Themes werden oft nicht aktualisiert. Veraltete Themes haben bekannte Schwachstellen. Hacker scannen gezielt nach diesen Lücken. Auch 2024 gilt: Aufräumen ist Pflichtprogramm. Lösche alles, was du nicht aktiv benutzt. Deine WordPress Website wird sicherer und übersichtlicher.
Was ist der Unterschied zwischen dem Deaktivieren und Löschen eines Themes?
Zwei verschiedene Dinge. Und der Unterschied ist wichtig.
Deaktivieren: Wenn du ein neues Theme aktivierst, wird das alte automatisch deaktiviert. Es ist dann inaktiv – liegt aber weiterhin auf dem Server. Die Dateien bleiben im Ordner wp-content/themes/. Du kannst es jederzeit wieder aktivieren. Das Theme wird deaktiviert, nicht gelöscht.
Löschen: Beim Löschen werden die Theme-Dateien komplett vom Server entfernt. Weg. Nicht nur inaktiv, sondern gelöscht. Wenn du das Theme erneut nutzen willst, musst du es neu installieren. Das Löschen eines Themes ist endgültig – zumindest was die Dateien angeht.
Das Deinstallieren eines Themes bedeutet in WordPress: Löschen. Es gibt keinen separaten „Deinstallieren“-Button. Löschen oder Deinstallieren – in WordPress ist das dasselbe. Theme deaktivieren ist nur der erste Schritt. Das eigentliche Aufräumen passiert beim Löschen.
Wie löschst du ein WordPress Theme im Dashboard?
Der Standard-Weg. Schnell, einfach, direkt im Browser.
Geh im WordPress Dashboard auf Design → Themes. Dort siehst du alle installierten Themes. Dein aktives Theme ist markiert. Alle anderen sind inaktiv. Klicke auf das inaktive Theme, das du löschen möchten. Die Theme-Details öffnen sich. Unten rechts findest du den Link „Löschen“. Löschen klicken. WordPress fragt zur Sicherheit: „Bist du sicher?“ Bestätigen. Fertig. Das Theme im Dashboard zu löschen dauert zehn Sekunden.
Wichtig: Du kannst nur inaktive Themes löschen. Dein aktive Theme lässt sich nicht löschen – logisch, es ist ja in Benutzung. Wenn du dein aktuelle Theme loswerden willst, musst du erst ein anderes Theme aktivieren. Sobald das alte Theme inaktiv ist, kannst du es löschen. Immer ein Theme muss aktiv sein – WordPress braucht mindestens eins.
Ein Tipp: Bevor du das Theme löschst, mach dir den Namen des Themes notiert. Für den Fall, dass du es doch wieder brauchst. Kostenlose Themes findest du jederzeit wieder auf WordPress.org. Bei kostenpflichtigen Themes solltest du die ZIP-Datei aufbewahren – nach dem Löschen ist sie die einzige Möglichkeit zur Neuinstallation.
Wie löschst du ein WordPress Theme per FTP?
Wenn das Dashboard nicht funktioniert – z.B. weil ein fehlerhaftes Theme deine Seite crasht – geht’s per FTP.
Verbinde dich mit deinem Server. Per FTP-Client (z.B. FileZilla) und deinen Zugangsdaten. Navigiere zum Ordner wp-content/themes/. Dort siehst du alle installierten Themes als einzelne Ordner. Jeder Ordner = ein Theme. Finde den Ordner des Themes, das du entfernen willst. Rechtsklick → Löschen. Weg.
Per FTP löschen ist der direkte Weg. Kein Dashboard nötig, kein WordPress Backend nötig. Besonders nützlich, wenn ein Theme deine Seite kaputt gemacht hat und du nicht mehr ins Backend kommst. Das betreffende Theme per FTP entfernen – WordPress fällt dann automatisch auf ein anderes installiertes Theme zurück.
Achtung: Lösche per FTP nie das aktive Theme, ohne vorher ein anderes zu aktivieren. Wenn WordPress kein Theme findet, zeigt die Seite nur Fehler. Im Zweifel: Ein Standard-Theme (Twenty Twenty-Four) per FTP in den themes-Ordner hochladen, bevor du das kaputte löschst. Per FTP löschen ist mächtiger als das Dashboard – aber auch riskanter, wenn man nicht aufpasst.
Welches Theme darfst du nicht löschen?
Nicht alles darf weg. Es gibt Fälle, in denen du ein Theme nicht löschen solltest.
Dein aktives Theme. Offensichtlich. Wenn du es löschst, hat deine Seite kein Design mehr. WordPress braucht immer ein aktives Theme. Das aktive Theme ist tabu.
Das übergeordnete Theme eines Child Themes. Wenn du ein Child Theme benutzt, basiert es auf einem Parent Theme. Löschst du das übergeordnete Theme, funktioniert das Child Theme nicht mehr. Beispiel: Du nutzt ein Child Theme von Astra – dann darf Astra selbst nicht gelöscht werden. Bevor du ein Theme entfernst, prüfe ob ein Child Theme darauf aufbaut.
Ein Standard-Theme als Fallback. Es ist klug, immer ein Standard-Theme installiert zu lassen – z.B. Twenty Twenty-Four. Falls dein aktives Theme Probleme macht, kann WordPress darauf zurückfallen. Lösche nicht alle Themes bis auf dein aktives. Ein Sicherheitsnetz sollte bleiben. Theme nicht löschen in diesen Fällen – das ist die Regel.
Was passiert mit Widgets und Customizer-Einstellungen nach dem Löschen?
Gute Frage. Die Antwort ist: Nicht alles verschwindet.
Themes haben unterschiedliche Widget-Bereiche. Wenn du ein Theme löschst und ein neues Theme aktivierst, werden die Widgets nicht gelöscht – aber sie werden neu zugewiesen oder in den „Inaktive Widgets“-Bereich verschoben. Du musst sie im neuen Theme manuell platzieren. Die Widget-Daten bleiben in der Datenbank gespeichert, auch wenn das Theme gelöscht wird.
Customizer-Einstellungen – Farben, Schriften, Header-Bilder – sind dagegen theme-spezifisch. Wenn das Theme gelöscht ist, sind auch diese Einstellungen weg. Sie bleiben zwar teilweise in der Datenbank, aber ohne das Theme haben sie keine Funktion. Beim Löschen eines WordPress Themes gehen also Design-Einstellungen verloren. Wenn du dir unsicher bist: Vorher Screenshots machen. Oder ein Backup erstellen. Dann kannst du WordPress Theme löschen, ohne etwas unwiederbringlich zu verlieren.
Bleiben Rückstände in der Datenbank nach dem Löschen?
Ja. Leider.
Wenn du ein WordPress-Theme gelöscht hast, sind die Dateien weg. Aber in der Datenbank können Einträge zurückbleiben – Theme-Optionen, Customizer-Einstellungen, Widget-Zuweisungen, transiente Daten. Das Löschen eines WordPress-Themes räumt nur die Dateien auf. Nicht die Datenbank.
Für die meisten Seiten ist das kein Problem. Ein paar KB in der Datenbank machen keinen spürbaren Unterschied. Aber wenn du viele Themes getestet und gelöscht hast – über Monate oder Jahre – kann sich da einiges ansammeln. Plugins wie WP-Sweep oder Advanced Database Cleaner helfen, verwaiste Einträge zu finden und zu bereinigen. Datenbank aufräumen nach dem Themes Löschen ist kein Muss, aber ein Nice-to-have.
Kann man mehrere Themes auf einmal löschen?
Nicht über das WordPress Dashboard. Dort geht’s nur einzeln.
Wenn du viele Themes im Backend hast und aufräumen willst, musst du jedes inaktive Theme einzeln öffnen und löschen. Bei fünf Themes dauert das zwei Minuten. Bei zwanzig wird’s mühsam.
Die schnellere Alternative: Per FTP. Verbinde dich mit dem Server, navigiere zu wp-content/themes/, und lösche alle Ordner, die du nicht mehr brauchst. Mehrere Themes auf einmal markieren und entfernen. In Sekunden statt Minuten. WordPress Themes löschen geht per FTP deutlich schneller, wenn es viele sind. Danach im Backend prüfen, ob alles sauber ist. Themes entfernen in Masse – FTP ist der Weg.
Wie viele Themes solltest du installiert haben?
So wenige wie möglich.
Faustregel: Dein aktives Theme. Ein Standard-Theme als Fallback (z.B. Twenty Twenty-Four). Das übergeordnete Theme, falls du ein Child Theme nutzt. Das war’s. Alles andere: Löschen. Neuen Themes nachjagen und testen macht Spaß – aber hinterher aufräumen gehört dazu.
Je mehr Themes auf dem Server liegen, desto mehr Speicherplatz wird verbraucht, desto mehr potenzielle Sicherheitslücken existieren, desto mehr Updates musst du verwalten. Themes und Plugins schlank zu halten ist eine der einfachsten Maßnahmen für eine sichere und schnelle WordPress Installation. Lösche, was du nicht benutzt. Regelmäßig. Mindestens zwei Mal im Jahr. Dein WordPress Backend wird übersichtlicher, dein Server schlanker.
Checkliste: Bevor du ein WordPress-Theme löschst
Nicht einfach drauflos löschen. Kurz innehalten.
1. Ist das Theme wirklich inaktiv? Nur inaktive Themes lassen sich löschen. Wenn du das aktuelle Theme loswerden willst: Erst ein anderes aktivieren.
2. Nutzt ein Child Theme dieses Theme als Basis? Falls ja: Nicht löschen.
3. Backup erstellt? Falls du es dir anders überlegst. Oder falls beim Löschen etwas schiefgeht.
4. ZIP-Datei gesichert? Bei Premium-Themes: Die Installationsdatei aufbewahren, falls du das Theme erneut brauchst. Kostenlose Themes kannst du jederzeit wieder von WordPress.org installieren.
Bevor du ein WordPress-Theme löschst, diese vier Punkte prüfen. Dauert dreißig Sekunden. Spart potenziell Stunden. Dann löschen darfst du mit gutem Gewissen. WordPress Theme löschen ist einfach – aber mit Vorbereitung noch einfacher.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Deaktivieren ≠ Löschen. Deaktivierte Themes liegen weiterhin auf dem Server. Löschen entfernt die Dateien komplett.
- Im Dashboard: Design → Themes → inaktives Theme anklicken → „Löschen“. Geht in Sekunden.
- Per FTP: Theme-Ordner in
wp-content/themes/löschen – schneller bei vielen Themes. - Nie das aktive Theme löschen – immer erst ein anderes aktivieren.
- Nie das Parent Theme löschen, wenn ein Child Theme darauf basiert.
- Ein Standard-Theme als Fallback behalten – z.B. Twenty Twenty-Four.
- Widgets werden beim Theme Wechsel in „Inaktive Widgets“ verschoben – nicht gelöscht.
- Datenbank-Rückstände können bleiben – bei Bedarf mit WP-Sweep bereinigen.
- Vor dem Löschen: Backup machen und bei Premium-Themes die ZIP-Datei sichern.
- Regelmäßig ausmisten – weniger Themes = mehr Sicherheit, mehr Übersicht, weniger Angriffsfläche.
Altes Theme weg – was kommt stattdessen?
Wenn du ohnehin das Theme wechselst, ist das der perfekte Moment für einen professionellen Neustart. Wir entwickeln individuelle Designs, keine Templates.
Tharsan Parameswaran
Tharsan ist Mitgründer von Digital Leap. Der Hintergrund ist BWL, die Skills hat er sich selbst beigebracht – Programmieren, SEO, Google Ads. Seit knapp 10 Jahren selbstständig, heute liegt sein Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, bezahlter Werbung und dem kaufmännischen Rückgrat der Agentur. Er sorgt dafür, dass Websites nicht nur gefunden werden – sondern dass daraus echte Anfragen werden.
Von Tharsan Parameswaran
Am 29. März 2020
Thema #Themes, #WordPress Themes & Design
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