WordPress Sitemap erstellen: So erstellst du deine WordPress-Sitemap mit den richtigen Plugins
Eine Sitemap ist die strukturierte Landkarte deiner Website. Ohne sie tappt Google im Dunkeln. Mit ihr findet jede Suchmaschine jede Seite.
Klingt wichtig? Ist es. Und trotzdem ignorieren es erstaunlich viele.
Seit der WordPress Version 5.5 erstellt WordPress automatisch eine XML-Sitemap. Das ist nett. Aber nett reicht selten. Die Standard-Sitemap ist rudimentär. Wer seine WordPress-Sitemap richtig aufsetzen will, braucht entweder ein SEO Plugin oder ein bisschen Handarbeit.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du eine WordPress Sitemap erstellen kannst – mit Yoast SEO, Rank Math oder ganz manuell. Was der Unterschied zwischen XML-Sitemap und HTML-Sitemap ist. Und wie du deine Sitemap bei Google einreichen kannst. Kurz, knapp, alles drin.
Was ist eine Sitemap – und warum braucht deine WordPress-Seite eine?
Eine Sitemap ist eine Datei, die alle URLs einer Website auflistet. Jede Seite, jeder Beitrag, jede Kategorie. Dazu meistens die URL und das Änderungsdatum. Das Ganze in einem Format, das Suchmaschinen lesen können.
Warum das wichtig ist? Weil Suchmaschinen wie Google und Bing deine Seite crawlen müssen, bevor sie indexieren können. Und eine Sitemap hilft den Crawlern von Google, alle Inhalte zu finden. Besonders bei größeren Seiten mit vielen Unterseiten. Oder bei neuen Seiten, die noch kaum verlinkt sind.
Ohne Sitemap findet Google deine Inhalte trotzdem – irgendwann. Über Links, über interne Verlinkung. Aber mit Sitemap geht’s schneller. Und schneller indexieren heißt schneller ranken. Das Ranking deiner Seite profitiert indirekt davon. Kein Geheimwissen. Einfach solide SEO-Grundlage.
Was ist der Unterschied zwischen XML-Sitemap und HTML-Sitemap?
Zwei Begriffe, die immer durcheinanderfliegen. Kurz sortiert.
Eine XML-Sitemap ist für Suchmaschinen gedacht. Eine maschinenlesbare Datei, meistens unter deinedomain.de/sitemap.xml erreichbar. Sie enthält alle URLs, die indexiert werden sollen. Suchmaschinen wie Google und Bing lesen diese Datei und wissen sofort, was es auf deiner Seite gibt. Die XML-Sitemap ist das, was du in die Google Search Console einreichst.
Eine HTML-Sitemap ist für Menschen. Eine normale Seite auf deiner Website, die alle Inhalte als klickbare Links auflistet. Wie ein Inhaltsverzeichnis. Nützlich für Besucher, die sich orientieren wollen. Weniger relevant für SEO, aber ein nettes Usability-Feature. Die meisten Leute meinen die XML-Variante, wenn sie von Sitemaps reden. Und die meisten Plugins erstellen auch nur die.
Übrigens: Du kannst beides haben. XML-Sitemap für Google, HTML-Sitemap für deine Besucher. Schadet nicht.
Erstellt WordPress automatisch eine Sitemap?
Ja. Seit der WordPress Version 5.5 erstellt WordPress automatisch eine XML-Sitemap. Du findest sie unter deinedomain.de/wp-sitemap.xml. Kein Plugin nötig. Einfach da.
Aber – und das ist ein relevantes Aber – die WordPress-Sitemap ist ziemlich basic. Sie listet alle öffentlichen Beitragstypen und Taxonomien auf. Mehr nicht. Keine Prioritäten, keine Änderungsfrequenz, keine Kontrolle darüber, was drin steht und was nicht.
Wenn du z.B. bestimmte Seiten ausschließen willst, hast du mit der Standard-Sitemap von WordPress keine Chance. Auch das Änderungsdatum wird nicht immer sauber ausgegeben. Für eine kleine Seite mit zehn Unterseiten reicht das. Für alles darüber hinaus: Lieber ein Plugin verwenden. Die Sitemap ist seit Version 5.5 da, aber sie ist eben kein Ersatz für eine richtige Lösung.
Wie erstellst du eine WordPress-Sitemap mit Yoast SEO?
Yoast SEO ist das populärste SEO Plugin für WordPress. Und es erstellt automatisch eine XML-Sitemap. Sobald du das Yoast SEO Plugin installiert und aktiviert hast, ist die Sitemap da.
Du findest sie unter deinedomain.de/sitemap_index.xml. Yoast erstellt dabei nicht eine einzelne Datei, sondern mehrere XML-Sitemaps – eine für Beiträge, eine für Seiten, eine für Kategorien. Alles sauber aufgeteilt. Das Plugin automatisch eine XML-Sitemap generiert, heißt auch: Du musst nichts manuell einrichten.
Was Yoast besser macht als die Standard-Sitemap: Du kannst Inhalte gezielt ausschließen. Unter SEO → Darstellung in der Suche legst du fest, welche Beitragstypen in der Sitemap enthalten sein sollen und welche nicht. Tags raus? Ein Klick. Medienseiten raus? Ein Klick. Mit Yoast SEO kannst du die Inhalten der Sitemap präzise steuern. Kostenlos. Ohne Zusatz-Plugin.
Wie erstellst du eine Sitemap mit Rank Math?
Rank Math ist die Alternative zu Yoast. Schneller gewachsen, moderneres Interface, ähnliche Features. Und ja – auch das Plugin Rank Math erstellt automatisch eine Sitemap.
Nach der Installation findest du die XML-Sitemap unter deinedomain.de/sitemap_index.xml. Rank Math teilt die Sitemaps ebenfalls auf – Beiträge, Seiten, Kategorien. Im WordPress Dashboard unter Rank Math → Sitemap-Einstellungen kannst du alles konfigurieren. Welche Post Types rein sollen. Wie viele URLs pro Sitemap. Ob Bilder-Sitemaps generiert werden.
Rank Math hat einen kleinen Vorteil: Die Sitemap-Einstellungen sind übersichtlicher als bei Yoast. Weniger verschachtelt. Und du siehst direkt eine Vorschau. Ob du Yoast SEO oder Rank Math nimmst, ist am Ende Geschmackssache. Beide sind solide SEO Plugins für WordPress. Beide erstellen saubere XML-Sitemaps. Nimm das, das dir besser liegt.
Gibt es andere Sitemap Plugins für WordPress?
Klar. Neben den großen SEO-Plugins gibt’s auch spezialisierte Tools nur für Sitemaps.
Google XML Sitemaps (jetzt „XML Sitemaps“) war jahrelang das Standard-Plugin. Leichtgewichtig, macht nur eins: Eine XML-Sitemap erstellen. Keine SEO-Features, kein Overhead. Für Leute, die schon ein anderes SEO-Setup haben und nur die Sitemap brauchen. Der XML Sitemap Generator arbeitet zuverlässig.
Simple Sitemap ist ein Plugin für HTML-Sitemaps. Wenn du eine Sitemap in HTML für deine Besucher willst – eine Übersichtsseite mit allen Beiträgen und Seiten – ist das dein Tool. Einfach per Shortcode einbinden. WP Sitemap Page macht was Ähnliches. Für die XML-Variante brauchst du die großen Plugins. Für HTML reichen die kleinen.
Grundregel: Nicht mehrere Sitemap Plugins gleichzeitig nutzen. Wenn du Yoast oder Rank Math hast, brauchst du kein zusätzliches XML-Sitemap-Plugin. Das erzeugt nur Konflikte. Ein Plugin reicht.
Wie erstellst du eine XML-Sitemap in WordPress manuell?
Geht auch ohne Plugin zu installieren. Ist aber mehr Aufwand.
Die manuelle Variante: Du erstellst eine sitemap.xml-Datei und lädst sie ins Stammverzeichnis deiner WordPress-Installation. Die Datei muss dem XML-Sitemaps-Protokoll folgen. Ein einfaches Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="https://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>https://deinedomain.de/</loc>
<lastmod>2024-01-15</lastmod>
</url>
<url>
<loc>https://deinedomain.de/ueber-uns/</loc>
<lastmod>2024-01-10</lastmod>
</url>
</urlset>
Das funktioniert. Aber: Du musst die Datei bei jeder neuen Seite manuell aktualisieren. Bei einem Blog mit regelmäßig neuen Beiträgen ist das unpraktisch. Manuell erstellen macht eigentlich nur Sinn bei kleinen, statischen Seiten, die sich selten ändern.
Es gibt auch Online-Tools, die eine XML-Sitemap für WordPress zu erstellen helfen. Du gibst deine URL ein, das Tool crawlt deine Seite und generiert die Datei. Herunterladen, hochladen, fertig. Aber ehrlich – beim Erstellen einer XML-Sitemap ist ein Plugin einfach die bessere Lösung. Automatisch, immer aktuell, kein manueller Aufwand.
Wie reichst du deine WordPress-Sitemap bei Google ein?
Sitemap erstellt hast? Gut. Jetzt muss Google es wissen.
Öffne die Google Search Console. Wenn du noch kein Google Search Console Konto hast: Anlegen, Domain verifizieren. Dauert fünf Minuten.
Im Menü links: Sitemaps. Dort gibst du die URL deiner Sitemap ein – z.B. sitemap_index.xml oder wp-sitemap.xml. Auf „Senden“ klicken. Die Sitemap wird bei Google eingereicht. Nach ein paar Minuten siehst du, ob Google deine Sitemap verarbeitet hat. Status „Erfolgreich“? Perfekt. Die Sitemap erscheint dann in der Übersicht mit der Anzahl der gefundenen URLs.
Für Bing: Gleicher Prozess. Bing Webmaster Tools öffnen, Sitemap einreichen. Bing nutzt dasselbe XML-Format. Ein Aufwasch.
Übrigens: Du musst die Sitemap nicht jedes Mal neu einreichen, wenn sich was ändert. Suchmaschinen crawlen die Sitemap-URL regelmäßig. Einmal eingereicht reicht. Neue Inhalte werden automatisch erkannt, sobald die Sitemap direkt aktualisiert wird. Das machen Plugins wie Yoast und Rank Math automatisch.
Was sollte in deiner Sitemap enthalten sein – und was nicht?
Nicht alles gehört rein. Eine Sitemap ist kein Dump aller URLs.
Rein sollten: Alle wichtigen Seiten, Beiträge, Kategorien. Alles, was du in den Suchergebnissen sehen willst. Alles, was Suchmaschinen indexieren sollen.
Raus sollten: Danke-Seiten, Login-Seiten, doppelte Inhalte, Tag-Archive (bei den meisten Seiten), Medienseiten, Entwürfe. Je sauberer deine Sitemap, desto effizienter crawlt Google deine Seite. Eine Sitemap mit 5.000 URLs, von denen 3.000 irrelevant sind, hilft niemandem.
Mit Yoast SEO oder Rank Math steuerst du das über die Einstellungen. Noindex-Seiten werden automatisch ausgeschlossen. Beitragstypen, die du als „nicht indexieren“ markierst, tauchen in der Sitemap angezeigt nicht auf. Sauber. Automatisch. Genau so soll’s sein.
Häufige Fehler beim Erstellen einer WordPress-Sitemap
Fehler eins: Gar keine Sitemap haben. Ja, WordPress erstellt seit 5.5 eine automatisch. Aber viele deaktivieren sie versehentlich – oder ein Plugin überschreibt sie. Kurz prüfen, ob unter /sitemap.xml oder /wp-sitemap.xml wirklich was kommt. Neue Sitemap anlegen, wenn nicht.
Fehler zwei: Mehrere Sitemap-Plugins gleichzeitig. Yoast plus Google XML Sitemaps plus Rank Math? Chaos. Konkurrierende XML-Sitemaps verwirren Suchmaschinen. Ein SEO Plugin, eine Sitemap. Fertig.
Fehler drei: Sitemap nie bei Google einreichen. Klar, Google findet die Sitemap oft auch über die robots.txt. Aber warum es dem Zufall überlassen? In der Google Search Console einreichen dauert 30 Sekunden. Mach’s einfach. Und dann: Sitemap schnell vergessen. Im positiven Sinne. Einmal richtig aufgesetzt, läuft das Ding von allein. Kein Grund, jede Woche reinzuschauen. Erstellt man eine WordPress-Sitemap einmal sauber, hat man Ruhe.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine Sitemap listet alle URLs deiner Website auf und hilft Suchmaschinen beim Indexieren.
- XML-Sitemap = für Suchmaschinen. HTML-Sitemap = für Besucher. Beides sinnvoll.
- Seit WordPress Version 5.5 gibt’s eine automatische Sitemap – aber sie ist sehr basic.
- Yoast SEO und Rank Math erstellen automatisch eine XML-Sitemap mit voller Kontrolle über die Inhalte.
- Spezial-Plugins wie Google XML Sitemaps oder Simple Sitemap gibt’s für Einzelbedarf.
- Nie mehrere Sitemap-Plugins gleichzeitig nutzen – das erzeugt Konflikte.
- Sitemap in der Google Search Console einreichen – dauert 30 Sekunden, einmal reicht.
- Nur relevante URLs in die Sitemap packen – Noindex-Seiten und irrelevante Archive raus.
- Manuell erstellen geht, ist aber bei dynamischen Seiten unpraktisch.
- Einmal sauber aufgesetzt, läuft die Sitemap automatisch. Kein regelmäßiger Wartungsaufwand.
Sitemap eingereicht – und was kommt danach?
Eine Sitemap ist ein technischer Grundstein. Die eigentliche SEO-Arbeit beginnt danach. Als SEO Agentur Mainz entwickeln wir Strategien, die nachhaltig sichtbar machen.
Piri Parameswaran
Piri ist Mitgründer von Digital Leap. Eigentlich BWLer – aber Programmieren, WordPress und technische SEO hat er sich früh aus eigener Neugier beigebracht. Was im Studium als Hobby angefangen hat, ist seit knapp 10 Jahren sein Beruf. Heute verantwortet er Entwicklung und technische SEO bei Digital Leap – von lokalen Projekten bis hin zu Kunden auf Konzernebene. Eine Website, die nicht sauber gebaut ist, kann noch so gut aussehen: Sie wird nicht liefern.
Von Piri Parameswaran
Am 4. Mai 2023
Thema #SEO, #WordPress SEO & Performance
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Sitemap – und warum braucht deine WordPress-Seite eine?
- Erstellt WordPress automatisch eine Sitemap?
- Gibt es andere Sitemap Plugins für WordPress?
- Wie erstellst du eine XML-Sitemap in WordPress manuell?
- Wie reichst du deine WordPress-Sitemap bei Google ein?
- Häufige Fehler beim Erstellen einer WordPress-Sitemap