WordPress lokal installieren: Mit XAMPP schnell und einfach lokal auf dem eigenen Computer einrichten
WordPress auf dem eigenen Rechner. Ohne Hosting. Ohne Domain. Ohne dass die Welt zusieht, wie du experimentierst.
Eine lokale WordPress-Installation ist perfekt als Testumgebung. Themes ausprobieren, Plugins testen, am Design schrauben – alles ohne Risiko. Kein Live-Server, kein Besucher, der eine kaputte Seite sieht. Nur du und dein PC.
Und das Beste: Du kannst WordPress lokal installieren – schnell und einfach, in unter 15 Minuten. Alles, was du brauchst, ist die Software XAMPP und die aktuelle Version von WordPress. Beides kostenlos. Beides ein Download entfernt.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie die Installation von WordPress mit XAMPP funktioniert. Auf Windows, Mac oder Linux. Vom XAMPP Download bis zur fertigen lokalen WordPress Seite. Los geht’s.
Was ist XAMPP – und warum brauchst du es?
WordPress benötigt drei Dinge: Einen Webserver (Apache), eine Datenbank (MySQL) und PHP. Normalerweise liefert dein Hosting-Anbieter das alles. Aber wenn du WordPress auf deinem eigenen Computer installieren willst, brauchst du eine lokale Alternative.
Genau dafür gibt es XAMPP. XAMPP bringt Apache, MySQL und PHP in einem Paket mit. Ein Webserver auf deinem Rechner. Du installierst es, startest es – und dein PC wird zum Server. XAMPP kommt von Apache Friends und ist komplett kostenlos.
Das CMS WordPress läuft dann auf diesem lokalen Server, genau wie auf einem richtigen Hosting. Du erreichst deine Seite über localhost im Browser. Alles passiert auf deinem Rechner. Keine Internetverbindung nötig. Keine externen Server. Die perfekte Testumgebung.
Wie lädst du XAMPP herunter und installierst es auf dem eigenen Computer?
Erster Schritt: XAMPP herunterladen. Geh auf die offizielle Seite von Apache Friends und lade die Version von XAMPP für dein Betriebssystem herunter. Es gibt Versionen für Windows, macOS oder Linux. Wähle die Version mit der neuesten PHP-Version aus – WordPress braucht mindestens PHP 7.4, besser 8.x.
Die Installation von XAMPP ist unkompliziert. Auf Windows: Doppelklick auf die heruntergeladene Datei, Installationsassistent durchklicken, Zielordner auswählen (Standard ist C:\xampp), fertig. Auf Mac: DMG öffnen, in den Applications-Ordner ziehen. Auf Linux: Terminal öffnen, Datei ausführbar machen, installieren.
Nach der Installation öffnest du das XAMPP Control Panel. Dort siehst du eine Liste mit Diensten. Klicke bei Apache und MySQL auf „Start“. Wenn beide grün leuchten, läuft dein lokaler Webserver. Du kannst jetzt localhost im Browser aufrufen und solltest die XAMPP-Startseite sehen. XAMPP installieren – erledigt. Weiter.
Wie erstellst du eine Datenbank für das WordPress CMS in phpMyAdmin?
WordPress speichert alle Inhalte in einer MySQL-Datenbank. Bevor du WordPress installierst, musst du also eine neue Datenbank anlegen. Das geht über phpMyAdmin – ein Tool, das XAMPP mitbringt.
Öffne deinen Browser und geh auf localhost/phpmyadmin. Du siehst die phpMyAdmin-Oberfläche. Klicke oben auf „Datenbanken“ (oder „Databases“). Im Feld „Datenbank anlegen“ gibst du einen Namen ein – zum Beispiel wordpress_lokal. Zeichensatz auf utf8mb4_general_ci lassen. Klicke auf „Anlegen“. Fertig. Deine neue Datenbank für WordPress ist erstellt.
Merk dir den Namen. Du brauchst ihn gleich bei der WordPress-Installation. Benutzername für die MySQL-Datenbank ist bei XAMPP standardmäßig root, Passwort ist leer. Das ist okay für eine lokale Installation. Auf einem Live-Server wäre das ein Sicherheits-Desaster. Lokal? Kein Problem. Der Zugriff auf die Datenbank ist nur von deinem Rechner aus möglich.
Wie lädst du WordPress herunter und kopierst es in den richtigen Ordner?
Jetzt brauchst du WordPress selbst. Geh auf wordpress.org und klicke auf „WordPress herunterladen“. Du bekommst eine ZIP-Datei mit der aktuellen WordPress-Version. Download starten, warten, fertig.
Die ZIP-Datei entpacken. Darin findest du einen Ordner namens wordpress. Diesen Ordner kopierst du in das XAMPP-Verzeichnis. Auf Windows: C:\xampp\htdocs\. Auf Mac: /Applications/XAMPP/htdocs/. Der Ordner htdocs ist das Hauptverzeichnis deines lokalen Webservers. Alles, was dort liegt, ist über localhost erreichbar.
Du kannst den Ordner umbenennen, wenn du willst. Statt wordpress vielleicht meinprojekt oder testseite. Der Name bestimmt die URL: localhost/meinprojekt. Wenn du mehrere WordPress-Seiten lokal laufen lassen willst, erstellst du einfach mehrere Unterordner in htdocs. Jeder Unterordner ist eine eigene Installation. Praktisch.
Wie startest du die WordPress-Installation im Browser?
Alles vorbereitet. Apache und MySQL laufen. Datenbank angelegt. WordPress-Dateien im richtigen Ordner. Jetzt kommt die eigentliche Installation.
Öffne deinen Browser und geh auf localhost/wordpress (oder wie auch immer du den Ordner benannt hast). WordPress begrüßt dich mit dem Installations-Assistenten. Sprache auswählen – Deutsch. Weiter. Jetzt kommen die Datenbank-Informationen.
Datenbankname: wordpress_lokal (oder was du in phpMyAdmin angelegt hast). Benutzer: root. Passwort: leer lassen. Host: localhost. Tabellen-Präfix: wp_ (Standard). Auf „Senden“ klicken. WordPress prüft die Verbindung zur Datenbank. Wenn alles stimmt: „Installation ausführen“. Jetzt gibst du Seitentitel, Admin-Benutzernamen, Passwort und E-Mail ein. Vergeben sie ein Passwort, das du dir merken kannst – lokal darf es auch einfach sein. Klicke auf „WordPress installieren“.
Fertig. Deine lokale WordPress-Installation ist live. Auf deinem Rechner. Unter localhost/wordpress.
Wie greifst du auf deine lokale WordPress-Seite zu?
Deine WordPress Seite erreichst du ab jetzt immer über den Browser.
Frontend: localhost/wordpress – das ist deine Seite, wie Besucher sie sehen würden. Backend: localhost/wordpress/wp-admin – hier loggst du dich ein und verwaltest alles. Admin-Bereich, Beiträge, Seiten, Plugins, Themes – alles da. Genau wie auf einem echten Server.
Voraussetzung: Apache und MySQL müssen laufen. Wenn du deinen PC neustartest, sind die Dienste aus. Einfach das XAMPP Control Panel öffnen und Apache und MySQL wieder starten. Dann ist deine lokale WordPress-Seite sofort wieder erreichbar. Du kannst auf deine Installation nur von deinem eigenen Rechner zugreifen – kein anderer Computer im Netzwerk sieht sie. Das ist gewollt. Testumgebung eben.
Funktioniert die lokale Installation von WordPress auch auf Mac und Linux?
Ja. Ohne Einschränkung.
Auf Mac installierst du XAMPP genauso wie auf einem Windows PC – nur eben die macOS-Version. Das Interface sieht minimal anders aus, aber die Funktionalität ist identisch. Apache starten, MySQL starten, WordPress in htdocs kopieren, Datenbank in phpMyAdmin anlegen, installieren. Gleicher Ablauf.
Auf Linux: XAMPP herunterladen, per Terminal installieren. Die Datei ausführbar machen (chmod +x), dann als Root ausführen. Apache und MySQL starten über das Control Panel oder per Kommandozeile. Der htdocs-Ordner liegt unter /opt/lampp/htdocs/. WordPress rein, Datenbank anlegen, loslegen. Ob du WordPress auf Windows installieren willst, auf Mac oder Linux – XAMPP macht es plattformunabhängig möglich.
Was kannst du mit einer lokalen WordPress-Installation machen?
Alles. Ohne Risiko.
Eine lokale Installation ist ideal zum Lernen. WordPress mittels XAMPP auf dem eigenen Computer einrichten, dann losexperimentieren. Themes installieren, Plugins testen, die Einrichtung von WordPress durchspielen – ohne dass jemand zusieht und ohne dass etwas kaputtgehen kann, das wichtig ist.
Für Entwickler ist eine lokale WordPress-Installation der Standard-Workflow. Code schreiben, testen, debuggen. Kein Upload auf einen Live-Server nötig. Alles passiert lokal. Schnell, effizient, sicher. Du kannst WordPress-Seiten lokal bauen und sie später per Plugin oder manuell auf einen Live-Server übertragen. Manche nutzen die lokale Installation auch, um Beiträge als statische HTML-Seiten zu exportieren – praktisch für Performance-Optimierung.
Kurz: Die lokale Installation von WordPress ist dein Spielplatz. Lern-Umgebung, Testlabor und Entwicklungsserver in einem. WordPress auf deinem lokalen Rechner lässt sich mit wenigen Klicks einrichten. Der Aufwand ist minimal, der Nutzen riesig.
Wie überträgst du eine lokale WordPress-Seite auf einen Live-Server?
Irgendwann willst du deine Seite online bringen. Das geht – mit etwas Vorbereitung.
Du brauchst: Einen Hosting-Anbieter mit WordPress-Support. Eine Domain. Und ein Tool zum Übertragen. Das Plugin Duplicator ist dafür beliebt. Es erstellt ein Paket aus deiner gesamten WordPress-Installation – Dateien und Datenbank. Das Paket lädst du auf den Live-Server hoch, führst den Installer aus, und deine lokale Seite ist online.
Alternativ manuell: Datenbank über phpMyAdmin exportieren, auf dem Live-Server importieren. WordPress-Dateien per FTP in das Verzeichnis des Webservers kopieren. In der wp-config.php die Datenbank-Zugangsdaten anpassen. URLs in der Datenbank von localhost auf die echte Domain ändern. Funktioniert, ist aber fehleranfälliger. Für Anfänger: Nimm ein Plugin. Für Entwickler: Der manuelle Weg gibt mehr Kontrolle. So oder so – was du lokal gebaut hast, kann live gehen.
Häufige Probleme beim WordPress lokal installieren – und wie du sie löst
Problem eins: Apache startet nicht. Häufigste Ursache: Port 80 ist belegt. Skype, IIS oder ein anderer Dienst blockiert den Port. Lösung: Den anderen Dienst beenden oder in der XAMPP-Konfiguration einen anderen Port einstellen (z.B. 8080). Dann erreichst du deine Seite unter localhost:8080/wordpress.
Problem zwei: Datenbank-Verbindung schlägt fehl. Meistens ein Tippfehler. Datenbankname, Benutzername (root), Passwort (leer bei XAMPP) und Host (localhost) nochmal prüfen. Alles muss genau stimmen. Ein Buchstabe falsch und WordPress gibt dir einen Fehler.
Problem drei: WordPress zeigt eine weiße Seite. Meistens ein PHP-Fehler. In der wp-config.php die Zeile define(‚WP_DEBUG‘, true); einfügen. Dann zeigt WordPress den Fehler an, statt nur weiß zu sein. Oft ist es ein Plugin oder Theme, das nicht kompatibel ist. Die PHP-Version in XAMPP prüfen – WordPress gibt es vor, welche es braucht. Im Zweifel: Die Datei aus dem Ordner wp-content/plugins oder wp-content/themes entfernen und nochmal laden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- XAMPP liefert Apache, MySQL und PHP – alles, was WordPress braucht, in einem kostenlosen Paket.
- XAMPP gibt’s für Windows, Mac und Linux – der Installationsprozess ist überall gleich.
- Datenbank anlegen in phpMyAdmin unter localhost/phpmyadmin – Datenbankname merken.
- WordPress von wordpress.org herunterladen, ZIP entpacken, in den htdocs-Ordner kopieren.
- Installation starten unter localhost/wordpress – Datenbank-Infos eingeben, Admin-Konto anlegen, fertig.
- Apache und MySQL müssen im XAMPP Control Panel laufen, damit die Seite erreichbar ist.
- Die lokale Installation ist perfekt als Testumgebung – Themes, Plugins und Code risikofrei ausprobieren.
- Lokale Seite auf Live-Server übertragen per Plugin (Duplicator) oder manuell per FTP und Datenbank-Export.
- Bei Problemen: Port-Konflikte prüfen, Datenbank-Zugangsdaten checken, WP_DEBUG aktivieren.
- WordPress lokal zu installieren dauert 15 Minuten. Der Nutzen ist riesig.v
Lokale Entwicklung als Testumgebung – wir bringen es live.
Du weißt, wie WordPress funktioniert. Wir wissen, wie man daraus eine Seite macht, die rankt und konvertiert. Kombinieren wir das.
Tharsan Parameswaran
Tharsan ist Mitgründer von Digital Leap. Der Hintergrund ist BWL, die Skills hat er sich selbst beigebracht – Programmieren, SEO, Google Ads. Seit knapp 10 Jahren selbstständig, heute liegt sein Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, bezahlter Werbung und dem kaufmännischen Rückgrat der Agentur. Er sorgt dafür, dass Websites nicht nur gefunden werden – sondern dass daraus echte Anfragen werden.
Von Tharsan Parameswaran
Am 18. Februar 2024
Thema #Einführung & Installation, #WordPress Grundlagen
Inhaltsverzeichnis
- Was ist XAMPP – und warum brauchst du es?
- Wie lädst du XAMPP herunter und installierst es auf dem eigenen Computer?
- Wie startest du die WordPress-Installation im Browser?
- Wie greifst du auf deine lokale WordPress-Seite zu?
- Was kannst du mit einer lokalen WordPress-Installation machen?
- Wie überträgst du eine lokale WordPress-Seite auf einen Live-Server?
- Häufige Probleme beim WordPress lokal installieren – und wie du sie löst