WordPress Child Theme erstellen: So legst du Child Themes in WordPress richtig an – manuell und per Plugin

WordPress Child Theme erstellen

Du willst dein WordPress Theme anpassen. Farben ändern. Funktionen ergänzen. Layout umbauen. Aber wenn du direkt im Theme arbeitest und das nächste Update kommt – sind alle Änderungen weg. Verloren. Überschrieben.

Die Lösung: Ein Child Theme.

Ein Child Theme erbt alles vom Parent Theme – Design, Funktionen, Templates. Aber Änderungen an deinem Theme machst du im Child Theme. Wenn das Parent Theme aktualisiert wird, bleiben deine Anpassungen im Child Theme bestehen. Kein Datenverlust. Kein Stress.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du ein WordPress Child Theme erstellen kannst – manuell Schritt für Schritt und per Plugin. Was die Erstellung eines Child Themes beinhaltet. Warum du unbedingt ein WordPress Child Theme verwenden solltest. Und wie Child und Parent Themes zusammenspielen. WordPress Child Theme erstellen ist einfacher als du denkst.

 

Was ist ein Child Theme – und wie funktionieren Child und Parent Themes?

Ein Child Theme ist eine Erweiterung eines bestehenden Themes. Es erbt alles vom übergeordneten Theme – dem Parent Theme.

Das Parent Theme liefert das komplette Design: Layout, CSS, Templates, Funktionen. Das Child Theme sitzt „oben drauf“ und überschreibt gezielt das, was du ändern willst. Alles, was du nicht änderst, kommt weiterhin vom Parent Theme. Das Child Theme bestehen aus mindestens zwei Dateien: einer style.css und einer functions.php. WordPress erkennt anhand der style.css, welches Theme das Parent ist – und lädt beides zusammen.

Das Geniale: Wenn der Entwickler das Parent Theme aktualisiert – Sicherheitspatches, neue Features, Bugfixes – werden nur die Dateien im Parent Theme überschrieben. Dein Child Theme bleibt unberührt. Änderungen verlieren? Nicht mit einem Child Theme. Deine Anpassungen an einem Theme sind sicher. Das ist die Verwendung eines Child Themes in einer Nussschale: Sicherheit für deine individuellen Änderungen.

 

Warum solltest du ein Child Theme verwenden?

Weil jedes Theme-Update deine Arbeit zerstören kann. Ohne Child Theme.

Wenn du Änderungen direkt im Parent Theme vornehmen – CSS anpassen, Templates bearbeiten, Funktionen ergänzen – werden diese beim nächsten Theme Update überschrieben. WordPress Themes erhalten regelmäßig Updates. Und du willst diese Updates installieren, weil sie Sicherheitslücken schließen. Aber wenn du das Theme aktualisieren musst und deine Änderungen verlierst – das ist frustrierend.

Ein Child Theme löst dieses Problem komplett. Anpassungen im Child Theme bleiben bei jedem Update erhalten. Du kannst das Parent Theme erhalten – also updaten – ohne Angst vor Datenverlust. Solltest du ein Child Theme verwenden? Ja. Immer. Sobald du auch nur eine Zeile CSS oder eine Funktion an deinem aktuellen Theme ändern willst. Websites mit WordPress professionell betreiben heißt: Child Theme nutzen. Keine Ausnahme.

 

Wie erstellst du ein WordPress Child Theme manuell?

Zwei Dateien. Ein Ordner. Zehn Minuten.

Schritt 1: Ordner erstellen. Verbinde dich per FTP mit deinem Server (oder nutze den Dateimanager deines Hosters). Navigiere zu wp-content/themes/. Erstelle dort einen neuen Ordner für das Child Theme – z.B. flavor flavor flavor flavor flavor flavor flavor flavourtwentytwentyfour-child. Das ist der Ordner des Child Themes. Der Name ist frei wählbar, aber Konvention: [parent-name]-child.

Schritt 2: style.css erstellen. Im Ordner für das Child Theme erstellst du eine Datei namens style.css. Inhalt:

/*
Theme Name: Twenty Twenty-Four Child
Theme URI: https://deinedomain.de
Description: Child Theme für Twenty Twenty-Four
Author: Dein Name
Author URI: https://deinedomain.de
Template: twentytwentyfour
Version: 1.0
*/

Der wichtigste Eintrag: Template: twentytwentyfour – das verweist auf den Ordnernamen des Parent Themes. Damit weiß WordPress, welches Theme das Parent ist. Theme Name, Child Description, Theme Author (Twenty Twenty Child Theme Author z.B.) und Child Theme URI sind frei wählbar.

Schritt 3: functions.php erstellen. Zweite Datei im Child Theme Ordner: functions.php. Inhalt:

<?php
add_action('wp_enqueue_scripts', 'child_theme_styles');
function child_theme_styles() {
    wp_enqueue_style('parent-style', get_template_directory_uri() . '/style.css');
}

Diese Zeilen laden das Stylesheet des Parent Themes – das Theme Stylesheet. Ohne diese Zeile würde dein Child Theme ohne Design dastehen. Du lädst das Parent Theme in dein Child Theme quasi hinein. Das Style.css des Child Themes kommt danach – und überschreibt gezielt, was du ändern willst.

 

Wie erstellst du ein Child Theme mittels Plugin?

Einfacher. Kein FTP, kein Code-Editor nötig.

Das Plugin Child Theme Configurator (von Lilaea Media) erstellt ein Child Theme automatisch. Child Theme Configurator von Lilaea installieren, aktivieren, und unter Werkzeuge → Child Themes findest du den Assistenten. Wähle dein aktuelles Theme als Parent, klicke auf „Analyze“ und dann auf „Create New Child Theme“. Das Plugin erstellt alle nötigen Dateien – style.css, functions.php – mit den richtigen Einträgen. Plugin Child Theme Configurator erledigt in Sekunden, was manuell zehn Minuten dauert.

Nach der Erstellung: Das Child Theme aktivieren. Fertig. Du kannst jetzt Anpassungen im Child Theme vornehmen – über den WordPress Customizer, per CSS oder per Template-Dateien. Ein Child Theme mittels Plugin zu erstellen ist der Weg für alle, die keinen FTP-Zugang haben oder sich nicht mit Dateien herumschlagen wollen. Child Theme erstellen kannst du so oder so – das Ergebnis ist identisch.

Auch andere Plugins bieten die Funktion: Child Theme Check prüft, ob dein Child Theme korrekt angelegt ist. One-Click Child Theme erstellt mit einem Klick ein neues Child Theme aus deinem aktiven Theme. WordPress Child Theme zu erstellen per Plugin ist die anfängerfreundlichste Methode.

 

Wie aktivierst du dein neues Child Theme?

Erstellt heißt nicht aktiv. Der letzte Schritt fehlt noch.

Geh im WordPress Dashboard auf Design → Themes. Dort siehst du alle installierten WordPress Themes – und dein neues Child Theme. Es hat (noch) kein Vorschaubild und zeigt den Namen, den du in der style.css festgelegt hast. Klicke auf „Aktivieren“. Die Aktivierung des Child Themes macht es zum aktiven Theme deiner WordPress Website.

Child Theme zu aktivieren heißt: Ab jetzt nutzt WordPress das Child Theme als Basis – mit dem Parent Theme im Hintergrund. Deine Seite sollte genauso aussehen wie vorher (weil das Child Theme alles vom Parent erbt). Wenn etwas anders aussieht: Prüfe, ob das Theme Stylesheet korrekt geladen wird. Ob die functions.php fehlerfrei ist. Ob der Template-Eintrag in der style.css auf den richtigen Ordner zeigt. Child Theme aktivieren und testen – in dieser Reihenfolge.

 

Wie passt du dein Child Theme an – CSS, Templates, Funktionen?

Jetzt wird’s spannend. Das Child Theme anpassen heißt: Deine Änderungen sind Update-sicher.

CSS anpassen: Öffne die style.css deines Child Themes. Füge dein eigenes CSS hinzu – nach dem Header-Block. Alles, was du hier schreibst, überschreibt das CSS des Parent Themes. Schriftgrößen, Farben, Abstände, Layout – alles per CSS im Stylesheet des Child Themes. Oder nutze den WordPress Customizer unter Design → Customizer → Zusätzliches CSS. Anpassungen im Child Theme per CSS sind die häufigste Methode.

Templates überschreiben: Willst du ein Template ändern – z.B. single.php, page.php oder header.php – kopiere die Datei aus dem Parent Theme in dein Child Theme. WordPress lädt dann die Datei in deinem Child Theme statt der aus dem Parent. Du kannst das Template im Child Theme frei bearbeiten. Funktionen im Parent Theme bleiben unangetastet. Child Theme kopieren der Template-Dateien – so überschreibst du gezielt.

Funktionen ergänzen: In der functions.php deines Child Themes kannst du eigene Funktionen hinzufügen. Neue Shortcodes, Custom Post Types, Widget-Bereiche – alles in der functions.php deines Child Themes. Funktionen in deinem Child Theme ergänzen die des Parent Themes. Sie ersetzen sie nicht (es sei denn, das Parent Theme nutzt pluggable functions). Dateien im Child Theme haben immer Vorrang.

 

Was passiert beim Theme-Update, wenn du ein Child Theme nutzt?

Genau das, wofür Child Themes gemacht sind.

Wenn du das Parent Theme aktualisieren willst – über Design → Themes oder die Update-Seite – werden nur die Dateien im Parent-Theme-Ordner überschrieben. Dein Child-Theme-Ordner bleibt komplett unberührt. Alle Anpassungen, alle eigenen Templates, alle CSS-Änderungen – alles da. Nichts verloren. Das ursprüngliche Theme wird aktualisiert, dein eigenes Child Theme bleibt.

Das ist der Kernnutzen. Theme vorgenommen hast du Änderungen im Child Theme – nicht im Parent. Also kann das Update nichts kaputtmachen. Wenn nach einem Update etwas anders aussieht, liegt es daran, dass das Parent Theme etwas geändert hat, das dein Child Theme noch mit der alten Version überschreibt. In dem Fall: Template im Child Theme prüfen und ggf. an die neue Version anpassen. Aber das passiert selten. Im Normalfall: Update installieren, alles läuft.

 

Kannst du ein Child Theme von jedem WordPress Theme erstellen?

Ja. Von jedem. Ohne Ausnahme.

Jedes WordPress Theme kann als Parent Theme verwenden werden. Kostenlose Themes, Premium-Themes, selbst entwickelte Themes. Das Prinzip ist immer gleich: Child-Theme-Ordner erstellen, style.css mit Template-Verweis erstellen, functions.php erstellen, aktivieren. Erstellen eines Child Themes funktioniert mit Astra, GeneratePress, Divi, Flavor flavor flavor flavor flavor flavourTwenty Twenty-Four – egal. Alle WordPress Themes unterstützen Child Themes, weil das Feature in WordPress selbst eingebaut ist.

Manche Theme-Entwickler liefern sogar ein vorgefertigtes Child Theme mit. Besonders Premium-Themes bieten das oft als Download an. Dann musst du nicht selbst erstellen – einfach das fertige Child Theme hochladen und aktivieren. Eigenes Child Theme oder fertiges vom Entwickler – beides funktioniert. WordPress Child Themes sind ein Kernfeature, kein Workaround.

 

Welche häufigen Fehler solltest du beim Child Theme vermeiden?

Einige Klassiker, die sich leicht umgehen lassen.

Falscher Template-Eintrag. In der style.css muss Template: den exakten Ordnernamen des Parent Themes enthalten. Nicht den Theme-Namen, sondern den Ordnernamen. Template: twentytwentyfour – nicht Template: Twenty Twenty-Four. Groß-/Kleinschreibung zählt. Ein falscher Eintrag und WordPress erkennt das Parent Theme nicht.

Parent Stylesheet nicht geladen. Wenn du in der functions.php das Parent-Stylesheet nicht einbindest, hat dein Child Theme kein Design. Leere Seite, kein CSS. Die wp_enqueue_style-Funktion ist Pflicht. Parent Theme in dein Child Theme laden – vergiss das nicht.

Direkt im Parent Theme arbeiten. Auch mit aktiviertem Child Theme passiert es: Du bearbeitest aus Gewohnheit die Dateien im Parent-Theme-Ordner statt im Child-Theme-Ordner. Dann sind die Änderungen beim nächsten Update wieder weg. Immer prüfen, ob du die Datei in deinem Child Theme bearbeitest – nicht im Parent. Anpassungen an einem Theme gehören ins Child Theme. Immer.

Child Theme nicht aktiviert. Du hast das Child Theme angelegt, aber vergessen es zu aktivieren. Dein Theme aktiviert ist immer noch das Parent. Änderungen im Child Theme haben keine Wirkung, solange es nicht aktiv ist. Im WordPress Dashboard unter Design → Themes prüfen: Ist das Child Theme aktiv? WordPress Dashboard unter Werkzeuge → ggf. Child Theme Check installieren und prüfen.

 

Wann brauchst du kein Child Theme?

Es gibt Ausnahmen. Wenige, aber es gibt sie.

Wenn du nur den Customizer nutzt – Farben, Schriften, Header-Bild per Customizer ändern – brauchst du kein Child Theme. Customizer-Einstellungen werden in der Datenbank gespeichert, nicht in Theme-Dateien. Updates überschreiben sie nicht. Theme auf deiner Website per Customizer anpassen: Sicher auch ohne Child Theme.

Wenn du keinerlei Datei-Änderungen am Theme vornehmen möchtest – kein CSS, keine Templates, keine Funktionen – brauchst du kein Child Theme. Und wenn du ein Theme nur kurzfristig testest und bald wechselst, lohnt der Aufwand nicht. Aber in allen anderen Fällen: Child Theme richtig anlegen, aktivieren, nutzen. Es kostet fünf Minuten und spart dir potenziell Stunden an verlorener Arbeit. Ein WordPress Child Theme anlegst du einmal – und profitierst dauerhaft.

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Child Themes von Grund auf entwickeln lassen – damit deine Anpassungen bei jedem Update erhalten bleiben. Als WordPress Agentur für individuelle Theme-Entwicklung entwickeln wir dir ein Theme, das genau zu deiner Marke passt. Und für eine Website, die professionell designed und technisch sauber ist, ist unsere Webdesign Agentur dein nächster Schritt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Child Theme erbt alles vom Parent Theme und schützt deine Änderungen vor Updates.
  • Manuell erstellen: Ordner in wp-content/themes/ anlegen, style.css und functions.php erstellen.
  • Per Plugin: Child Theme Configurator erstellt alles automatisch – kein FTP nötig.
  • In der style.css muss Template: auf den exakten Ordnernamen des Parent Themes verweisen.
  • In der functions.php das Parent-Stylesheet einbinden – sonst kein Design.
  • Nach dem Erstellen: Child Theme aktivieren unter Design → Themes.
  • CSS-Änderungen in die style.css des Child Themes – überschreibt das Parent-CSS.
  • Templates überschreiben: Datei vom Parent ins Child Theme kopieren und dort bearbeiten.
  • Theme-Updates überschreiben nur den Parent-Ordner – dein Child Theme bleibt unberührt.
  • Jedes WordPress Theme kann als Parent Theme dienen – das Feature ist in WordPress eingebaut.

 

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Tharsan Parameswaran

Tharsan ist Mitgründer von Digital Leap. Der Hintergrund ist BWL, die Skills hat er sich selbst beigebracht – Programmieren, SEO, Google Ads. Seit knapp 10 Jahren selbstständig, heute liegt sein Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, bezahlter Werbung und dem kaufmännischen Rückgrat der Agentur. Er sorgt dafür, dass Websites nicht nur gefunden werden – sondern dass daraus echte Anfragen werden.

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