WordPress Datum und Autor ausblenden – Meta-Daten in Beiträgen entfernen
Du veröffentlichst einen Beitrag in WordPress – und direkt unter dem Titel steht das Datum. Für einen klassischen Blog: völlig in Ordnung. Für alles andere? Oft ein Problem.
Gerade bei zeitlosen Inhalten, Unternehmensseiten oder Landingpages wirkt das Datum schnell wie ein Ablaufdatum. Ein Artikel von 2021 schreckt Besucher ab, auch wenn der Inhalt noch hundertprozentig stimmt. Und beim Author ist es ähnlich: Wenn mehrere Personen an einer WordPress-Seite arbeiten, macht ein einzelner Name keinen Sinn.
Das Gute: Du kannst Datum und Autor entfernen oder einfach ausblenden – und zwar auf mehrere Arten. Manche dauern 30 Sekunden. Andere geben dir volle Kontrolle über jede einzelne Seite.
Hier sind die Methoden, die in der Praxis wirklich funktionieren – plus die typischen Fehler, die dich sonst Zeit kosten.
Warum du Datum und Autor in WordPress ausblenden solltest
Ob das Sinn macht, hängt davon ab, was du mit deiner Seite willst.
Ein Blog lebt von Transparenz: Wann erschienen, wer hat geschrieben. Das schafft Kontext. Bei einer Dienstleistungsseite oder einem Ratgeber ist es oft genau umgekehrt.
Stell dir vor: Du landest auf einem Artikel „Beste SEO-Tipps“ und siehst sofort „März 2020″. Selbst wenn der Inhalt top ist – du bist skeptisch. Das Datum arbeitet gegen dich.
Typische Gründe, warum Leute Metadaten entfernen:
- Inhalte sollen zeitlos wirken – Ratgeber, Anleitungen, Evergreen-Content
- Mehrere Autoren im Einsatz, kein klarer Einzelname sinnvoll
- Minimalistisches Design ohne unnötige Ablenkung
- Fokus auf den Inhalt, nicht auf Verwaltungsinformationen
Für SEO ist das übrigens kein Problem. Google erkennt das Datum auch dann, wenn du es nicht anzeigst.
Wenn du deine Beiträge insgesamt aufgeräumter gestalten möchtest, kannst du neben Datum und Autor auch weitere Elemente wie Kommentare ausblenden oder abschalten. Wie das funktioniert, erfährst du in unserer Anleitung zum WordPress Kommentare deaktivieren.
Wie WordPress Datum und Autor anzeigt – und wo die Meta Daten stecken
Die meisten WordPress-Themes zeigen standardmäßig sogenannte „post-meta“-Informationen an. Dazu gehören Datum, Author und manchmal Kategorien, Schlagwörter oder Tags.
Diese Meta Daten tauchen je nach Theme auf:
- direkt unter dem Titel im Header-Bereich
- am Anfang des Beitrags
- oder am Ende
Die zugehörigen CSS-Klassen heißen in vielen Themes .entry-meta, .post-meta oder .byline. Genau diese CSS-Klasse brauchst du später – egal ob du per CSS ausblendest oder gezielt eingreifst.
Häufiger Denkfehler: Viele suchen nach einer globalen Einstellung in WordPress. Die gibt es nicht. Was hilft, steckt im Theme – oder eben nicht.
Methode 1: CSS verwenden – schnell, ohne Risiko
Wenn du schnell Ergebnisse willst, ist benutzerdefiniertes CSS die einfachste Methode. Du versteckst die Anzeige, ohne etwas am Code dahinter zu verändern.
Ein typischer CSS-Code sieht so aus:
.entry-meta {
display: none;
}
Oder gezielter:
.author,
.post-date {
display: none;
}
So gehst du vor:
- In WordPress: Design → Customizer
- „Benutzerdefiniertes CSS“ öffnen
- Den CSS-Code kopieren und einfügen
- Speichern
Fertig – unter zwei Minuten.
Wann ist das die richtige Wahl?
- Du willst schnell sichtbare Ergebnisse
- Du willst keine Theme-Dateien anfassen
- Du brauchst kein Plugin dafür
Was du wissen solltest: Der Inhalt steckt weiterhin im HTML. Google sieht ihn also noch. Für die allermeisten Anwendungsfälle spielt das keine Rolle.
Den richtigen CSS-Selektor finden
Genau hier scheitern viele. Nicht jedes Theme nutzt dieselben Klassen.
So findest du den richtigen Selektor:
- Rechtsklick auf Datum oder Autor im Browser → „Untersuchen“
- Im HTML siehst du den umgebenden
div-Container - Suche nach Klassen wie
.meta,.author,.date
Beispiel aus dem Code:
<div class="entry-meta">
Dann weißt du: .entry-meta ist dein Ziel.
Bei modernen WordPress-Themes funktioniert .entry-meta { display: none; } meistens direkt. Wenn nicht: mehrere Selektoren testen oder kombinieren. Den fertigen CSS-Code kannst du auch direkt in die style.css deines Child-Themes einfügen – das ist die sauberere Lösung für dauerhaften Einsatz.
Methode 2: Per Plugin – Datum und Autor entfernen ohne Code
Kein Bock auf Code? WordPress-Plugins sind eine legitime Alternative.
Ein verbreitetes Beispiel: WP Meta and Date Remover. Das Plugin entfernt Datum und den Autor automatisch – ohne dass du eine Zeile Code anfasst. Über das Dashboard kannst du die Einstellung in Sekunden aktivieren und bei Bedarf auch einzelne Bereiche gezielt hinzufügen oder ausschließen.
Vorteile:
- Keine CSS-Kenntnisse nötig
- Läuft sofort
- Meist kostenlos
Nachteile:
- Ein weiteres Plugin bedeutet mehr Gewicht auf deiner Seite
- Weniger Kontrolle als manuell
- Kann mit bestimmten Themes Konflikte erzeugen
Für Einsteiger oder für Projekte, wo du schnell fertig sein musst: völlig in Ordnung. Langfristig ist CSS oder die manuelle Methode sauberer.
Über das Dashboard kannst du die Einstellung in Sekunden aktivieren und bei Bedarf auch einzelne Bereiche gezielt hinzufügen oder ausschließen. Falls du dir nicht sicher bist, wie du überhaupt in den Administrationsbereich gelangst, findest du hier eine Anleitung zum WordPress Admin Login.
Welches Plugin macht was?
Nicht jedes Plugin ist gleich. Manche blenden nur aus, andere entfernen den Code wirklich aus dem HTML. Vor der Installation lohnt es sich zu prüfen:
- Wird das Plugin regelmäßig aktualisiert?
- Wie ist die Kompatibilität mit deinem Theme?
- Was sagen aktuelle Bewertungen?
Und grundsätzlich: Für jede kleine Aufgabe ein eigenes Plugin zu installieren, ist keine gute Gewohnheit. Wenn du sowieso gerade im Customizer bist, ist CSS die schlankere Lösung.
Methode 3: Manuell in den Theme-Dateien – WordPress entfernen auf Codeebene
Du willst volle Kontrolle? Dann gehst du direkt an die Theme-Dateien.
Klingt aufwendiger als es ist. Oft ist es eine einzige Zeile, die du entfernst oder auskommentierst.
Typische Dateien, in denen Datum und den Autor entfernen funktioniert:
single.phpcontent.php- Template-Partials
Dort findest du Funktionen wie:
the_author();
the_date();
Einfach löschen oder mit // auskommentieren – und der Bereich verschwindet aus der Ausgabe.
Wichtig: Arbeite immer mit einem Child-Theme. Wenn du Änderungen direkt im Parent-Theme machst, sind sie beim nächsten Update weg. Child-Theme einmal einrichten, dann bist du auf der sicheren Seite.
Datum und Autor nur für bestimmte Seiten ausblenden
Manchmal willst du nicht alles oder nichts. Blogartikel sollen das Datum zeigen – Landingpages nicht. Das lässt sich gezielt steuern.
Option 1: Custom CSS mit spezifischen Selektoren
WordPress fügt dem body-Tag automatisch Klassen hinzu, die den Seitentyp verraten:
.page .entry-meta {
display: none;
}
Das trifft nur statische Seiten, nicht Beiträge.
Option 2: Kategorien oder Schlagwörter nutzen
Du kannst Inhalte mit einem bestimmten Tag versehen und per CSS oder PHP gezielt darauf reagieren.
Option 3: PHP-Bedingungen (für Fortgeschrittene)
if ( is_page() ) {
// Meta-Daten ausblenden
}
Damit steuerst du auf Funktionsebene, wo Meta Daten erscheinen und wo nicht.
Autorennamen anpassen, Author entfernt anzeigen – Alternativen zum Ausblenden
Manchmal willst du den Autor und das Datum gar nicht komplett entfernen – sondern nur anders darstellen.
Autorennamen anpassen:
Gehe zu Benutzer → Profil, trage einen Spitznamen ein und wähle aus, was als Anzeigename erscheint. Statt „Max Mustermann“ kannst du dann anzeigen:
- „Redaktion“
- „Digital Leap Team“
- den Firmennamen
Das wirkt professioneller und ist in zwei Minuten erledigt. Manche entscheiden sich auch bewusst dafür, „Autor entfernt“ als Platzhalter anzuzeigen – das wirkt transparent und sauber zugleich.
Beiträge neu zuweisen:
Wenn du mehrere Autoren hast, kannst du alle Beiträge auf einen zentralen Benutzer umschreiben – dann erscheint nur ein konsistenter Autor und das Datum bleibt optional sichtbar.
Typische Probleme und wie du sie löst
Diese Fehler tauchen im Forum immer wieder auf – auch in den de.wordpress.com Forums und einschlägigen Community-Threads:
CSS zeigt keine Wirkung Meistens liegt es am Cache. Browser-Cache und WordPress-Cache leeren, dann im Inkognito-Fenster testen. Oder: Du nutzt den falschen Selektor – mit dem Inspektor nochmal prüfen.
Änderung ist nach einem Update weg Du hast direkt im Theme gearbeitet, nicht im Child-Theme. Einmal umstellen, dann passiert das nicht mehr.
Plugin macht nichts Entweder ein Konflikt mit dem Theme oder das Plugin ist veraltet. Anderen Browser testen, Cache leeren, Plugin-Seite auf Kompatibilitätshinweise prüfen. Wer im Forum nach dem eigenen Theme-Namen sucht, findet oft schnell die passende Lösung.
Was bedeutet das für SEO?
Kurz gesagt: nichts Schlimmes.
Google erkennt das Veröffentlichungsdatum über strukturierte Daten und andere Signale – unabhängig davon, ob du Datum und Autor ausblendest. Das Entfernen aus dem sichtbaren Bereich hat keine negativen Auswirkungen auf dein Ranking.
Wichtiger als sichtbare Metadaten ist:
- Inhalt regelmäßig aktuell halten
- Klare Seitenstruktur
- Gute Nutzererfahrung
Wann du Meta-Daten besser drin lässt:
- News-Seiten, wo Aktualität das A und O ist
- Persönliche Blogs oder Personal Brands
- Themen, bei denen Datum und Autorschaft Vertrauen aufbauen
Welche Methode passt zu dir?
Drei Wege, ein Ergebnis – je nachdem, was du brauchst:
- CSS → schnellste Lösung, keine Dateien anfassen, läuft in Minuten
- Plugin → gut für Einsteiger, weniger flexibel, ein Extra-Plugin auf deiner Seite
- Theme-Dateien (PHP) → volle Kontrolle, aber nur mit Child-Theme und etwas Technikverständnis
Wenn du gerade anfängst: CSS im Customizer reicht völlig. Wenn du sauber und langfristig arbeiten willst: Child-Theme einrichten und die Änderungen direkt im Code verankern.
Piri Parameswaran
Piri ist Mitgründer von Digital Leap. Eigentlich BWLer – aber Programmieren, WordPress und technische SEO hat er sich früh aus eigener Neugier beigebracht. Was im Studium als Hobby angefangen hat, ist seit knapp 10 Jahren sein Beruf. Heute verantwortet er Entwicklung und technische SEO bei Digital Leap – von lokalen Projekten bis hin zu Kunden auf Konzernebene. Eine Website, die nicht sauber gebaut ist, kann noch so gut aussehen: Sie wird nicht liefern.
Von Piri Parameswaran
Am 11. März 2026
Thema #SEO, #WordPress SEO & Performance
Inhaltsverzeichnis
- Warum du Datum und Autor in WordPress ausblenden solltest
- Methode 1: CSS verwenden – schnell, ohne Risiko
- Methode 2: Per Plugin – Datum und Autor entfernen ohne Code
- Methode 3: Manuell in den Theme-Dateien – WordPress entfernen auf Codeebene
- Datum und Autor nur für bestimmte Seiten ausblenden
- Autorennamen anpassen, Author entfernt anzeigen – Alternativen zum Ausblenden
- Typische Probleme und wie du sie löst
- Welche Methode passt zu dir?